Mobilfunk-Sende­mast
Mobilfunk-Sende­mast

Die UMTS-Versteigerung im Jahre 2000

Im Jahre 2000, auf dem Höhepunkt des Internet-Booms, versteigerte der Bund UMTS-Mobil­funk­lizenzen. Dabei wurde ein überraschend hoher Erlös von 50,8 Mrd. € erzielt. Das Geld floss in den Staats­haushalt.

Diese einmalige Einnahme entsprach damals ungefähr dem Fehl­betrag eines einzigen Haushalts­jahres. Das bedeutete: Nach einem Jahr war der Effekt der Einnahme verpufft. Seitdem müssen wieder Jahr für Jahr die Fehl­beträge durch Neu­verschuldung bezahlt werden.

Zudem war der Betrag von 50,8 Mrd. € eine Brutto­einnahme. Die Lizenzen konnten in den Folge­jahren von den Mobil­funk­firmen abgeschrieben werden, was die Gewinne und damit die Steuer­einnahmen verringerte. Netto dürfte die Staats­einnahme um ein Drittel niedriger als der Betrag von 50,8 Mrd. € gewesen sein.

Und schließlich zeigte sich in den nächsten Jahren, dass die bietenden Mobil­funk­firmen sich verhoben hatten. Eine ganze Branche wurde durch unmäßige Zins­lasten in ihrer Entwicklung gestört. Die Folge wiederum: Weniger Steuer­einnahmen.

Fazit: Die Versteigerung hat dem Bund nur für ein paar Monate Luft verschafft, aber in der Wirtschaft beträcht­lichen Flur­schaden ange­richtet.

Stand: November 2006       zurück