Griechenland - die Folgen für uns

Die sich abzeichnende Insolvenz des griechischen Staates ist für die griechischen Bürger eine Katastrophe, aber für die Bürger der anderen EU-Staaten eine Riesenchance! Denn jetzt wird für jedermann anschaulich sichtbar, wie gefährlich Staats­verschuldung ist. Es geht um fünf leicht zu verstehende Tatsachen:
  1. Niemand kann auf Dauer mehr ausgeben als einnehmen, auch der Staat nicht.
  2. Die Schulden der Betriebe und Bürger beruhen auf Tilgung und Sicher­heiten, die Schulden des Staates auf ständiger Umschul­dung und nur dem Vertrauen der Gläubiger ("Schulden­karussel ohne Sicher­heiten").
  3. Wenn die Gläubiger des Staates das Vertrauen verlieren, dass der Staat einen neuen Gläubiger findet, mit dem er sie bezahlen kann, kommt es zur Zahlungs­unfähig­keit ("Staatspleite").
  4. Das hat es in der Geschichte Hunderte Mal gegeben. Typische Folgen sind erst Konkurse der Banken (Konkurs kommt von lateinisch concurrere, zusammen­laufen, genau das spielt sich heute vor den grie­chischen Bank­automaten ab) und dann Konkurse von Betrieben und Privat­leuten.
  5. Die Staats­verschuldung der Euro-Länder ist auf demselben Weg. Die Schulden­quote unserer Währungs­union ist von 2001 bis 2014 von 70% auf 92% gestiegen.
Es ist ganz einfach. Entweder es gelingt uns, diese Entwicklung zu stoppen. Oder es wird uns so ergehen wie den Griechen. Deutsch­land wird sich davon nicht abkoppeln können.

Stand: 28. Juni 2015
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